Wohnüberbauung Sunnige Hof, Zürich-Albisrieden

Bauherrschaft Siedlungsgenossenschaft Sunnige Hof, Zürich
Architekten burkhalter sumi architekten, Zürich
Planung 2005-2010
Realisierung 2009-2012
Bausumme 43 Mio. Fr.
Leistungen Tragwerk und Baugrube:
Projektierung
Submission
Realisierung
Totalunternehmer HRS Real Estate, Zürich
Auszeichnungen Award "best architects 13"
Auszeichnung guter Bauten im Kanton Zürich 2013 (Anerkennung)
Themen MinergieSichtbetonBetonbauWohnen

Die Wohnüberbauung „Sunnige Hof“ umfasst sechs formal einheitliche Gebäude. Im Grundriss umschliessen die Gebäude ein Rechteck von 20 x 33m (Haustyp A) beziehungsweise 20 x 30m (Haustyp B). Die Gebäudeecken mit den Balkonen sind alle abgerundet, der Radius beträgt rund 2.5m. Die Gebäude sind sieben- und achtgeschossig ausgeführt. Die Wohngebäude sind vollständig unterkellert.

Wohngebäude und Tiefgarage sind als Stahlbetonbauten mit tragenden Wänden und Stützen vorgesehen. Bei den Wohngebäuden werden die Lasten über gleichmässig über den Grundriss verteilte Stahlbetonwände, den zentralen Kern, die Fassaden und Stützen abgetragen. Sämtliche Wohnungstrennwände und die Wände der Treppenhauskerne werden aus bauphysikalischen Gründen (Akustik) in Beton erstellt. Die Längsfassaden sind aussengedämmte Lochfassaden. Die zimmerbreiten, vorfabrizierten Betonelemente dienen der Lastabtragung. Sowohl die Brüstungen der Stirnfassaden als auch diejenigen der Terrassen sind zur Aussteifung der Deckenränder ebenfalls tragend. Die Brüstungen der Terrassen stehen im Aussenklima. Sie müssen demzufolge über die Dämmschicht kraftschlüssig an die tragenden Betonwände bzw. Innenbrüstung angeschlossen werden.

Zwischen den Wohngebäuden erstreckt sich die zweigeschossige, in der Höhenlage abgestufte Tiefgarage mit rhomboidem Grundriss. Die Tiefgarage ist von den Wohngebäuden bautechnisch-konstruktiv getrennt und als Stahlbetonbau mit tragenden Aussenwänden und vorfabrizierten Parkformstützen ausgeführt. Die oberste Decke der Tiefgarage ist erdüberdeckt. Die Schütthöhe der Erdüberdeckung folgt dem geplanten Geländeverlauf und variiert zwischen 0.80 m bis lokal maximal 2.15 m. Zwecks statisch wirksamer Übertragung der beachtlichen Erdauflasten spannen in Längsrichtung Überzüge über die Innenstützen.

Die Abtragung der Gebäudelasten wurde mittels einer kombinierten Pfahl-Plattenfundation gewährleistet, bei welcher die Vertikallasten und Kräfte sowohl über die Bodenplatte als auch über die Pfähle in den Baugrund übertragen werden. Die Pfählung der Tiefgarage dient neben der vertikalen Lastabtragung auch der Auftriebssicherung bei hohem Hangwasserspiegel.