Stade de la Tuilière, Lausanne

Bauherrschaft Service d'architecture de la Ville de Lausanne
Architekten :mlzd Architekten, Biel/BerlinSollberger Bögli Architekten, Biel
Planung 2015-2016
Realisierung 2017-2020
Bausumme 80 Mio. Fr.
Leistungen Tragwerk, Fassade und Baugrube:
Wettbewerb
Projektierung
Submission
Realisierung
Fotos Ariel Huber; Lüchinger+Meyer
Themen GlasbauStahlbauSichtbetonBetonbauSportFassaden- und Leichtbau

Eine leichte Dachkonstruktion und eine schalenartige Tribünenkonstruktion in Massivbauweise bilden das eigentliche Tragwerk des Stadions. Dabei bilden Dach und Schale eine statische Einheit. Die vier aufgefalteten, rund 13m hohen, Ecken des Stadions charakterisieren das eigentliche Schalentragwerk. Diese schiefen Ebenen sind als Platten in Ortbeton hergestellt und im oberen Drittel von einem horizontal umlaufenden vorgespannten Zugring zusammengehalten. Der L-förmig ausgebildete Zugring wird von den Tribünenschotten, welche untereinander einen Abstand von 20.2 m haben, getragen. Er dient zusätzlich als Auflager für die dazwischen liegenden vorfabrizierten Sägezahnträger und ist zudem auch obere Zirkulationsebene. Auf den Sägezahnträgern und den an Ort hergestellten Tribünenschotten liegen die vorfabrizierten Winkelstufen für die Sitze. Die Tragkonstruktion des „warmen“ Teils der Haupttribüne besteht aus einer Stützen-Platten-Konstruktion. Entsprechend den geologischen Verhältnissen wurde die Tragkonstruktion mittels Pfählen in der Molasse fundiert.
Die einfache, stählerne Konstruktion des Stadiondaches wurde selbstverständlich und als ruhiges Element in das Schalentragwerk der Tribünenkonstruktion integriert. 24 Binder mit einem Abstand von 20.2 m und mit einer Auskragung von rund 18 m bilden die primäre Tragstruktur des Dachs. Die Binder sind als Blechträger ausgebildet und sind entsprechend der statischen Beanspruchung konisch geformt. Die Binder liegen bei der Gegentribüne und den beiden seitlichen Tribünen auf Stahlstützen auf, welche die anfallenden Lasten an die Tribünenschotten weiterleiten. Entsprechende rückwärtige, schlanke Zug,-Druckstütze halten dabei das Dach im Gleichgewicht.