Seeuferanlagen Volkspark Hirsgarten, Cham

Bauherrschaft Einwohnergemeinde Cham
Architekten Vogt Landschaftsarchitekten, Zürich
Planung 2011-2013
Realisierung 2012-2014
Bausumme 4.5 Mio. Fr.
Leistungen Tragwerk und Spezialtiefbau/Wasserbau:
Wettbewerb
Projektierung
Submission
Realisierung (inkl. Bauleitung)
Themen WasserbauErhaltung/InstandsetzungKulturInfrastruktur

Der schlechte Zustand der bestehenden Seeufermauern entlang des Hirsgartens Cham, insbesondere hervorgerufen durch Unterspülungen (Kolke) des Mauerfusses, gab Anlass zu diesem Sanierungsprojekt. Es beinhaltete in einem Teilabschnitt den vollständigen Ersatz des Bestands durch eine neue winkelförmige Stahlbetonstützmauer sowie die Sanierung der Ufermauer nebst Realisierung eines Kolkschutz in den übrigen Bereichen. Gleichzeitig wurde in Synergie eine attraktive Sitzgelegenheit am Wasser geschaffen. Die als Kanzel wirkende Schifflände wurde vollständig ersetzt und mit behindertengerechten Zugängen neu gestaltet. Ein höhenverstellbarer Steg sorgt für optimale Ein- und Ausstiegsverhältnisse zu den Kursschiffen. Ergänzt wurde das Projekt mit einer hölzernen, pfahlgegründeten Plattform im Bereich der Badeanstalt.

Der Bau der neuen Ufermauer aus Stahlbeton erfolgte im Schutz einer seeseitigen Spundwand, landseitig gewährleistete die Verwendung eines Leichtspundwandprofils die Böschungsstabilität im Bauzustand. Ein unter der Mauerkrone angeordneter, nicht als tragender Bestandteil der Mauer wirkender Steinkorb sorgt für die ökologische Aufwertung des „harten“ Seeufers. Die neue Stahlbetonmauer wurde landseitig mit zwei Reihen Holzpfählen stabil gelagert. Die seeseitig im Boden verbleibende Spundwand dient als Kolkschutz.

Aufgaben:

  • Planung und Ausführung der neuen Ufermauer in Naturstein als Ersatz der alten, infolge der schwierigen Baugrundverhältnisse instabil gewordenen Uferbefestigung.
  • Planung und Ausführung der neuen Pfahlfundation auf gerammten Holzpfählen.
  • Planung und Ausführung des neunen Schiffstation bestehend aus einem  neuen Anlegeponton in Stahlbauweise.
  • Statische Nachweise für die aussergewöhnliche Einwirkung „Schiffanprall“ auf dem neuen Ponton und dessen Pfahlfundation.
  • Planung und Ausführung einer neunen Holzplattform für die Badegäste.
  • Bauleitung für alle am Ufer realisierten Spezialtiefbau- und Wasserbauarbeiten.