Sanierung und Erweiterung Universität St. Gallen

Bauherrschaft Hochbauamt Kanton St. Gallen
Architekten architekten :rlc, RheineckPriora, St. Gallen
Planung 2003-2004
Realisierung 2006-2011
Bausumme 63.3 Mio. Fr.
Leistungen Tragwerk und Betonsanierung:
Projektierung
Submission
Realisierung
Themen DenkmalschutzErhaltung/InstandsetzungSichtbetonBetonbauBildung

Das Ensemble der Universitätsbauten umfasst das zentrale Hauptgebäude mit angegliederten Hörsälen, Technologietrakt, Institutsgebäude, Aula, Mensa und Turnhalle. Die Bauten wurden durch die Architekten Förderer, Otto und Zwimpfer von 1960 bis 1963 geplant und erstellt.

Die Umsetzung der notwendigen Sanierungen und Anpassungen erforderte eine umfassende Analyse und Beurteilung des Zustands der bestehenden Tragstrukturen. Neben Schädigungen der Betonoberflächen wurde eine unzureichende Erdbebensicherheit diagnostiziert.

Zum Zwecke der Erdbebenertüchtigung wurden im Gebäude zusätzliche Wandscheiben zwischen den bestehenden Decken positioniert, bestehende Liftkerne mussten verstärkt werden.

Das ausgeführte Konzept zur Instandsetzung der bewitterten Beton-Aussenflächen umfasste den Abtrag der Verschmutzungen, den lokalen Ersatz von abgeplatztem Beton (Reprofilierungen) und den nachträglichen Schutz der Betonoberflächen mithilfe einer Hydrophobierung. Die anspruchsvollen Arbeiten wurden intensiv bemustert.

Die umfangreichen räumlichen Umnutzungen und die Erneuerung der haustechnischen Installationen verlangten auch zahlreiche Eingriffe in die tragende Struktur der Gebäude. Herausfordernd waren insbesondere die Konstruktion der neu erstellten Haustechnikzentrale unter den bestehenden Bauten und deren Erschliessung sowie der unterirdische Zugang vom Nebengebäude in die benachbarte neue Parkgarage.

Die Innenräume sind geprägt von Sichtbetonflächen. Die neuen oder verstärkten Strukturen hatten diesen hohen gestalterischen Ansprüchen zu genügen, was sowohl für die Bemessung als auch für die konstruktive Durchbildung und Bauausführung zu berücksichtigen war. Mittels ausgewählten Betonrezepturen und Schalungstechniken und sorgfältiger Planung der Fugeneinteilungen wurden sämtliche Verstärkungen dem Bestand angeglichen und bleiben unauffällig.