Neubau Forschungsgebäude GLC, ETH Zürich Areal Zentrum (Baugrube)

Bauherrschaft ETH Zürich, IB Bauten, Zürich
Architekten Boltshauser Architekten, Zürich
Planung 2012-2013
Realisierung 2014-2017
Bausumme ca. 37 Mio. Fr. (Baugrube)
Leistungen Baugrube:
Projektierung
Submission
Realisierung
Ingenieurpartner wlw Bauingenieure, Mels
Publikation Herausforderung Baugrube
Themen DenkmalschutzErhaltung/InstandsetzungBildung

Die ETH Zürich plant den Neubau des Labor- und Forschungsgebäudes GLC. Der Neubau wird auf dem ETH-Areal zwischen Gloriastrasse und Physikstrasse in Zürich realisiert. Die bis anhin bestehenden Gebäude der Nebenmensa und des VAW – Versuchsanstalt für Wasserbau, Hydrologie und Glaziologie – werden rückgebaut. Der Neubau bildet mit dem bestehenden Gebäude ETZ einen Ringschluss. Im sich ergebenden Innenhof befindet sich unter anderem der bestehende und unter Denkmalschutz befindliche Scherrer-Hörsaal ETA.

Der Neubau ist siebengeschossig, mit drei Obergeschossen, einem Erdgeschoss und drei Untergeschossen. Die Fundation liegt ca. 27 m unter dem ursprünglichen Terrain. Entlang der nordöstlichen Gebäudekante sind die zwei untersten sowie zwei obersten Geschosse zurückversetzt. Der Hangeinschnitt wird durch eine vom Gebäude losgelöste permanente Stützkonstruktion, das so genannte Hangsicherungstragwerk, gestützt. Die vertikalen Schotten des Hangsicherungstragwerks sind ab der Kote des rückspringenden zweiten Untergeschosses auf Schlitzwandscheiben fundiert.

Der Neubau wird in einer ca. 27 m tiefen Baugrube realisiert. Für die vertikalen Baugrubenabschlüsse sind folgende temporäre Sicherungsmassnahmen vorgesehen:

  • Abschluss Nord-Ost: rückverankerte, ausgefachte Bohrpfahlwand, Schlitzwandelemente und rückverankerte Elementwand
  • Seitliche Abschlüsse Nord-West und Süd-Ost: rückverankerte, ausgefachte Bohrpfahlwand
  • Differenzwände im Bereich MRI – bestehendes ETZ Gebäude: vernagelte Spritzbetonwände
  • Abschluss Süd-Ost (entlang Gloriastrasse): rückverankerte, ausgefachte Bohrpfahlwand.

Der Scherrer-Hörsaal (Gebäude ETA) steht unter Denkmalschutz. Für das Erstellen der Baugrube wird das bestehenden ETA-Gebäude mittels Jetting- Wände unterfangen und auf einer tieferen Kote auf dem Molasse-Fels fundiert.