DSG – Campus Süd, Vernier

Bauherrschaft Verein für Deutschen Schulunterricht, Vernier
Architekten Soliman Zurkirchen Architekten, Zürich
Planung 2018-2020
Realisierung 2020-2022
Bausumme 13 Mio. CHF
Leistungen Tragwerk und Baugrube:
Projektierung
Submission
Realisierung
Visualisierungen Soliman Zurkirchen Architekten
Themen SichtbetonBetonbauBildung

Der bestehende Campus der Deutschen Schule Genf in Vernier wurde südlich mit einem zusätzlichen Gebäude erweitert. Im neuen Gebäude befinden sich eine Turnhalle mit den Garderoben in den zwei Untergeschossen, eine Mensa im Erdgeschoss und zusätzliche Schulräume in den zwei oberen Geschossen.
Die Tragstruktur wurde als Massivbau ausgeführt und besteht in allen öffentlichen Räumen und Korridoren aus Sichtbeton. Die Sichtbetonfassade ist gestockt und wurde aus beigem Kalkbeton realisiert.
Die rechteckige Grundrissfläche der Untergeschosse variiert in der Breite und Länge von der Fläche der Obergeschosse, und die vertikalen Lasten der Obergeschosse werden über einen Fachwerkträger in der Fassadenebene und auf einer Stahlbetonscheibe entlang der inneren Gebäudeachse über der Turnhalle abgefangen. Das Fachwerk setzt sich aus den geneigten Sichtbetonstützen der Fassade und zwei Stahlgurten zusammen, die in den Decken über EG und UG einbetoniert sind. Der Träger ist geschosshoch und überträgt die Gebäudelasten entlang der Fassadenebene in Gebäudelängsrichtung über der Turnhalle auf eine Spannweite von 30 m. Die innere Stahlbetonscheibe zur Abfangung der Gebäudelasten über der Turnhalle erstreckt sich vom Erdgeschoss bis ins 2. Obergeschoss und ist als gelochte Sichtbetonscheibe mit einer Spannweite von 30 m konzipiert. Die zwei Obergeschosse kragen bei der südlichen Fassade ca. 4.10 m über dem Erdgeschoss aus. Die Übertragung der vertikalen Lasten wird dort mittels Sichtbetonscheiben in den Fassadenebenen des 1. und 2. Obergeschosses gewährleistet.
In den Untergeschossen sind die erdberührten Aussenwände der Turnhalle und die Bodenplatte als wasserdichte Betonkonstruktion nach dem Prinzip der «Gelben Wanne» konzipiert. Die Gebäudelasten werden auf einer Flachfundation in die gut tragfähigen Bodenschichten übertragen. Die ca. 10 m tiefe Baugrube wurde mit Nagelwänden gesichert.