Baldachin Bahnhofplatz Bern

Bauherrschaft Tiefbauamt der Stadt Bern
Architekten marchwell Valentino Marchisella Architekten, Zürich
Realisierung 2007-2008
Bausumme 6.7 Mio. Fr.
Leistungen Tragwerk:
Realisierung (Glasbau)
Ingenieurpartner Walt + Galmarini, Zürich (Stahlbau)
Auszeichnung Prix Acier 2009 – Schweizer Stahlbaupreis
Themen GlasbauFassaden- und Leichtbau

Der „Baldachin“ wurde als leichte Glas- und Stahlkonstruktion zur Überdachung des Fussgängerbereiches zwischen Heiligkeitskirche und Strassenraum bei der Neugestaltung des Bahnhofplatzes in Bern konzipiert. Das Tor zur Stadt, südlich der Heiligkeitskirche, erhält durch den Baldachin – der sich hier hoch schwingt und öffnet – ein erkennbares Symbol. Die Unterkonstruktion besteht aus geschweissten Kastenträgern (Primar- und Sekundarträger) oder Flachblechen (Tertiärträger). Die lichte Höhe über dem Strassenniveau variiert zwischen 3 m im Personenbereich und 10 m im Trambereich. Die Glashaut ist im Abstand von 20 cm unter dem Tragsystem an Tertiärträgern mittels Punkthaltern aufgehängt. Die Verbundsicherheitsgläser (VSG) bestehen aus rechteckigen Glasscheiben aus teilvorgespanntem Glas (2x 12 mm TVG) mit maximalen Abmessungen von 4’227 x 1’322 mm. Die Verglasung ist für Unterhaltszwecke begehbar. Die Lagerung der Glasscheiben erfolgt mittels 8 Punkthaltern pro Glasscheibe. Die vertikalen Lasten werden durch Glashalterkonsolen an der Haupttragstruktur übertragen. Die Resttragfähigkeit der VSG-Verglasung wurde durch Versuche in Massstab 1:1 nachgewiesen.